Warum es wichtig ist sich selbst zu akzeptieren!


Selbstakzeptanz und das Finden des persönlichen Lebensweges sind tief miteinander verwoben. Um unseren Lebensweg zu finden und gehen zu können, müssen wir uns selbst wahrnehmen und akzeptieren. Dann können wir wirklich wachsen. In unserem Tempo und mit der Freude über das eigene Leben und unser Sein. Wir befreien uns von dem schweren und begrenzenden Alten und können aus dieser neuen Klarheit neue Entscheidungen treffen. Entscheidungen, die unserem Selbst entsprechen.

Selbstakzeptanz bringt Frieden und Ruhe in unser Leben und gleichzeitig Lebendigkeit und Freude. Sich selbst zu akzeptieren ist ein Prozess des Loslassens. Wir beenden langgeführte Kämpfe und Kriege und öffnen unseren Blick für Neues. Wir können unsere Energien wegnehmen von dem Schweren und diese dem Wünschenswerten zuführen und es nähren.

Selbstakzeptanz ist etwas, was in unterschiedlichen Lebensphasen gerne immer wieder neu entdeckt und gepflegt werden möchte. Da wir vielschichtige, interessante Wesen sind, die sich gerne verändern, offenbart sich nicht alles von uns auf einmal. Stück für Stück können wir mehr und mehr von uns selbst entdecken, wenn wir aufmerksam und neugierig bleiben.

Es kommen immer wieder neue Menschen in unser Leben, neue Beziehungen entstehen und neue Umstände auf die wir uns einstellen. Das Gefühl von Unsicherheit entstehet ganz natürlich. Weil wir dann etwas Ungewohntes und Unbekanntes wahrnehmen, wissen wir nicht, wie wir uns verhalten sollen. Sich zurecht zu finden im Neuen, kann aufregend und herausfordernd oder stressig, in Sinne von belastend sein. Wie wir das erleben, hängt von unserem Fokus ab.

Unser gesamtes Leben ist durchzogen von Schönem und von Schmerzhaftem. Das wird sich bis zum Tode unseres Körpers nicht ändern. Das Leben bietet uns immer wieder Möglichkeiten um zu wachsen. Die Frage ist nur, ob wir diese Möglichkeiten auch als solche sehen, oder ob wir kämpfen, uns ablenken oder flüchten und das Leben uns die Möglichkeit erneut schenken muss.

Was kann einen Menschen daran hindern, sich selbst zu akzeptieren?


Eine kleine Reise in die Vergangenheit:

Ich komme aus einer Familie, in der die Familienbeziehungen und familieninternen Hierarchien über die Individuen der Familie gestellt wurden.

Meine Eltern waren nicht liebevoll mit uns Kindern. Sie waren es auch nicht miteinander und auch nicht mit sich selbst. Das heisst keiner in unserer Familie hatte wirklich gelernt eine gute Beziehung zu sich selbst oder zu den anderen aufzubauen. Einer sollte sich für den jeweils anderen aufopfern, machen und tun, weil sich das so gehörte und wenn andere zu Besuch da waren, haben sich alle zusammengerissen und so getan, als wäre alles supi. Wir Kinder sollten nur gehorchen und still sein und wenn einer meiner Elternteile einen von uns brauchte, hatten wir gefälligst anzutanzen. Uns allen fiel diese Art zusammen zu leben sehr schwer, weshalb sich mit der Zeit bei einem Familienmitglied eine Suchproblematik entwickelte. Das hat die Familie zusätzlich über viele Jahre hinweg sehr belastet.

Ich erlebte eine Erziehung, die auf Bestrafung aufbaute und mir als heranwachsenden jungen Menschen zeigte, dass ich unterwürfig und hörig sein sollte, um in dieser Welt etwas wert zu sein. Ich konnte kein eigenes Urteilsvermögen aufbauen. Meine Eltern beherrschten und besaßen uns. Sie hatten die totale Macht über uns.

Ich lernte die Beziehung zu meinen Eltern ganz nach oben zu stellen. Ich lernte meine Eltern zu ehren und ihnen dankbar zu sein. Das heißt im Grunde, dass ich genau wusste, welches Verhalten sie von mir sehen wollten, damit sie zufrieden waren. Das hatte weniger etwas mit Liebe zu tun, und mehr mit Angst. Es war eine Pflicht. Und ich lernte, dass ich immer Schuld hatte, wenn sie sauer waren (auch wenn sie nicht wegen mir sauer waren, nahm ich es auf mich) und mich schämen sollte, wenn ich meinen eigenen Dingen nachgegangen bin. Ich war total abhängig und ich wollte sie nicht verlieren. So habe ich mich gefügt. Ich akzeptierte ihre Bedürfnisse, stellte mich vollkommen auf sie ein, damit ich einen festen Platz in der Familie bekam. Damit sie mich lieb haben.

In meiner Familie gab es viele Konflikte. Konflikte zwischen meinen Eltern, zwischen uns Kindern und zwischen Eltern und uns Kindern. Jeder wurde mit seinen Gefühlen alleine gelassen. Meine Eltern unterstützten sich gegenseitig nicht, wenn es ihnen nicht gut ging. (Sie haben nie gelernt mit schwierigen Gefühlen gut umzugehen.) Und auch wir Kinder wurden mit all den oft unerträglichen Gefühlen von Ohnmacht, Angst, Traurigkeit und Wut alleine gelassen. Diese Gefühle waren scheinbar so furchtbar, dass keiner damit etwas zu tun haben wollte. Und auch ich lernte, diese Gefühle abzulehnen.

Gab es dann doch einen Konflikt kamen die unerwünschten Gefühle trotzdem. Sie wurden unterdrückt und versteckt. Es wäre zu schrecklich gewesen sie offen auszuleben. Keiner wollte sie haben, keiner wollte sie sehen und keiner wollte sich damit beschäftigen. Jeder war damit überfordert. Diese versteckten Gefühle vergifteten die Atmosphäre in der gesamten Familie. Wenn derjenige, der (angeblich) Schuld hatte an der Verletzung des anderen, bei dem Verletzten ankam, um wieder Frieden zu machen (bzw. Nicht drüber zu sprechen, sondern, so tun, als wäre nie was gewesen), warf der Verletzte mit Vorwürfen und dem angestauten Gift um sich, damit die schuldige Person versteht, was sie der anderen Person angetan hat und wie furchtbar das alles für diese Person ist. Der Kampf wurde weiter geführt.

Eine Entschuldigung konnte nicht gelten. Bei uns zu Hause wurde nicht entschuldigt. Keiner hat jemals „Es tut mir leid“ oder „Verzeih mir“ gesagt. Viele viele Jahre sollten diese Worte für mich ohne Wert und Inhalt bleiben. Ich glaubte nicht an sowas wie verzeihen. Das habe ich nie gelernt. Ich habe gelernt im Kampf zu bleiben gegen das „wütende“, „traurige“ und „ohnmächtige“ in mir und die Person, die mir das angetan hat, bis diese Gefühle vom Alltag verdrängt wurden.

Ich möchte gerne einen Konflikt zwischen meinen Eltern näher beschreiben.

Hat sich mein Vater meiner Mutter gegenüber so verhalten, dass in ihr ein Gefühl von Verletztheit entstand, assoziierte sie das Gefühl mit ihm. Er war schuldig. Sie sprachen nicht offen über Verletztheit, weil es schwach wäre sich dem anderen zu öffnen und schwach zu zeigen. (Es gab immer die Angst der andere würde das ausnutzen, um noch mehr Schaden im anderen anzurichten, was leider tatsächlich auch meistens geschah.) Sie sprach also nicht mit ihm und blieb mit ihrem Gefühl alleine, was sie noch zusätzlich belastete. Aus Verletztheit wird schnell Wut, wenn viele Gedanken dazu kommen, in denen die Situation noch und nöcher durch gespielt und immer mehr Bosheit in die Tat der anderen Person rein interpretiert wird.

In diesem Gedankenkarussel werden dann bereits durchlebte schwierige Situationen aus der Vergangenheit aufgefrischt. Es könnten Situationen sein, in denen mein Vater meiner Mutter weh getan hatte oder aber auch noch viel ältere Situationen, in denen meine Mutter sich ähnlich ohnmächtig, verletzt und wütend gefühlt hatte.

Auch wenn er weg war, fühlte sie diesen Schmerz und die Wut. Sie wollte sich wieder gut fühlen und versuchte das Gefühl los zu werden. Sie kämpfte gegen das Gefühl und gegen meinen Vater, den Schuldigen. Ablehnung und Kampf schien der einzige Weg zu sein die schweren Gefühle loszuwerden. Meine Eltern kämpften offen, unterschwellig und verdeckt durch Manipulation, und auch ohne, dass der jeweils andere das mitbekommt. Solche Kämpfe wurden nicht selten aus der Familie nach aussen getragen.

Der „Kampf für den inneren Frieden“, dauerte sehr oft viele Tage und manchmal Wochen, bis sich irgendwann durch ständiges Wiederholen eine recht stabile Kampfhaltung der anderen Person gegenüber ergab. Hass und Gleichgültigkeit waren Ergebnisse jahrelanger Übung.

Letztlich hat es meine Eltern nicht zueinander gebracht, dass sie so mit ihren eigenen Gefühlen und miteinander umgegangen sind. Diese Art von Umgang hat sie immer weiter voneinander entfernt.

Eine Scheidung war unausweichlich.

Ich frage mich:

Für wen haben sie diese Beziehung, so lange (13 Jahre) geführt? Was ist das für ein Umgang mit seinen Gefühlen? Wie ist ihre Kommunikation miteinander gewesen? Wie wichtig hat sich jeder meiner Eltern genommen? Wie sehr konnten sie einander vertrauen? Was hätte geschehen müssen, damit sie aufeinander zugehen, anstatt sich immer weiter voneinander zu entfernen?

Auf unterschiedlichen Ebenen gab es in meiner Ursprungsfamilie Probleme. Wir alle jedoch haben an diesem heiligen Bund „Familie“ festgehalten. Die Beziehung „Familie“ zu erhalten war das wichtigste überhaupt. Das bedeutet, dass die Individuen selbst sich aufgeben zum Wohle der über ihnen stehenden Beziehung.

So wurde es damals in meinem Heimatdorf vorgegeben. Die Menschen wuchsen damit auf und hinterfragten dieses nie. Bei allen im Dorf war es dasselbe und alle belogen sich selbst und einander.

Ich schaue auf viele vergangene Beziehungen zurück in denen ich mich an die Bedürfnisse meiner Partner eingestellt hatte. Am Anfang der Beziehungen, ohne Verbindlichkeiten, fühlte ich mich ganz frei, ganz ich.

Als ich Gefallen fand an meinem Gegenüber, versuchte ich diesen schönen neuen Bund mit allem, was ich gelernt hatte zu erhalten. Ich begann mich selbst zu vergessen, überging meine eigenen Grenzen, tat Dinge, auf die ich eigentlich keine Lust hatte. Sobald Schwierigkeiten aufkamen, verhielt ich mich so, wie ich es von meinen Meistern (meinen Eltern) gelernt hatte. Wohin hat mich das immer wieder gebracht? Ja genau, in die Trennung! Meistens trennte ich mich, weil ich mich vor dem Schmerz schützen wollte. Ich wollte nicht als die Schwache da stehen und um die Beziehung und Liebe betteln. Ich wollte stark sein. Gleichgültigkeit funktionierte gut für mich. Ich war fest der Überzeugung, das mein Partner sich mir gegenüber nicht so verhalten würde, wenn er mich gern hat! Dass meine Liebeleien allerdings erst ca. 2-3 Monaten mit mir bekannt waren, ließ ich ausser Acht. Er sollte mich ja wohl gut genug kennen!

Mittlerweile ist es so, dass ich mich immer weniger mit dem identifizieren kann, wie ich es bisher so gehandhabt habe. Zumal mir das Verhalten keine langfristige und tiefe Beziehung beschert hat, nach welcher ich mich manchmal gesehnt hatte.

Ich konnte also nicht so, wie ich wollte.

Was hat nun Selbstakzeptanz mit all dem zu tun?

Nun ja. Sehr viel. Mich selbst wertvoll zu fühlen und ernst zu nehmen, hätte mir sicherlich viel Kummer erspart, weil ich wüsste, was FÜR MICH schön und angenehm ist und was nicht! Da ich mich der Beziehung und dem Partner unterordnete, schienen meine Bedürfnisse unwichtig. Nicht wichtig genug. Wichtig sind immer die anderen.

Sich selbst zu akzeptieren bedeutet, alles an sich erst einmal zu akzeptieren, d.h. wahrzunehmen und anzunehmen („es ist okay!“ zu sagen).

Wenn mein Partner mir sagt, dass er ab jetzt eine offene Beziehung führen möchte und ich aber noch nicht soweit bin (und voraussichtlich in einem Jahr nicht soweit sein werde), dann kann ich akzeptieren, dass ich

  1. Angst habe ihn zu verlieren,

  2. Angst habe, dass er damit ohne mich startet,

  3. dass ich eifersüchtig bin, auf imaginäre Liebschaften meines Partners (in meinen Gedanken sehe ich ihn mit anderen),

  4. dass ich wütend bin

  5. dass ich mich unter Druck gesetzt fühle,

  6. dass ich traurig bin, weil ich dachte, es könnte nichts auf dieser Welt geben, was uns trennt,

  7. dass ich es niemals innerhalb des nächsten Jahres schaffen werde auf dem selben Level von Begeisterung für eine offenen Beziehung zu sein, wie mein Partner,

  8. dass ich Treue anders definiere, als mein Partner,

  9. dass, wenn wir zusammen bleiben, es unter diesen Umständen nicht gut gehen wird,

  10. dass eine Trennung unausweichlich ist

  11. dass wir offen darüber sprechen sollten und ich mich so zeige, wie ich bin……..usw.


Auch wenn es schwer auszuhalten ist; ALLE meine Gefühle wollen wahrgenommen werden. Nicht nur die schönen. Fakt ist, ich habe Angst! Und ja, das ist okay, weil mein Partner mir eine Menge bedeutet. Fakt ist, die Beziehung steht nicht über uns und keiner MUSS sich dafür aufopfern, weder er noch ich, auch wenn wir einander lieben. Er steht zu seinen Bedürfnissen und ich akzeptiere meine Bedürfnisse, nicht in solch ein Art der Beziehung einzuwilligen. Ich akzeptiere, dass ich damit nicht zu recht kommen würde. Und das ist okay! Ich stelle mir Treue in der Beziehung anders vor.

Alles was in mir auftaucht ist OKAY.

Und es ist ja auch anzuerkennen, dass die Beziehung scheinbar so toll war, dass mein Partner Neues lernen und für sich entdecken konnte. Auch ich habe viel bis hierher gelernt und kann darauf aufbauend in eine schöne Zukunft blicken.

Weiter können mein Partner und ich uns für eine andere Art von Beziehung entscheiden. Es gibt die Freundschaft, welche ebenfalls eine Liebesbeziehung ist, meinem Gefühl nach.

Es gibt immer eine Lösung für Schwierigkeiten. Beide Parteien müssen so ehrlich wie möglich zu sich selbst und zum anderen sein. Nur so, können beide authentisch hinter einer Entscheidung stehen.

Gefühle sind unsere eigenen Geschöpfe. Wir haben sie im Laufe unseres Lebens erschaffen. Und die, die wir am häufigsten benutzen, diese sind uns am schnellsten zugänglich. Einige sind extrem schön und sollen für immer bleiben. Andere sind extrem schwer zu ertragen und sollen gar nicht erst auftauchen. Jedoch zeigen grade diese schwierigen Gefühle Missstände auf. Sie deuten auf etwas, was nicht in Ordnung ist für uns. Das beutetet, dass aus diesen Gefühlen heraus eine Art Optimierung der Lebensumstände erfolgen könnte. Z.B. kann es sein, dass uns immer wieder Menschen mit ganz bestimmten Charakterzügen begegnen und wir ihnen viel Macht geben in unserem Leben. Wir empfinden diese Menschen als sehr unangenehm und fragen uns, warum grade diese Menschen uns immer wieder über den Weg laufen.

Wichtig ist, das zunächst ohne Bewertung wahrzunehmen. Sich dann zu fragen, „was stört mich eigentlich an dem oder der?“. „Erinnert mich die Person an jemanden, den ich bereits kenne?“ Oft ist hier die Antwort „ja“. Wenn wir uns permanent jemandem machtlos ausgeliefert fühlen, dann haben wir im Zusammensein mit der Person keine Macht. Wir geben unsere Macht ab. Wir könnten für uns klären, welche Angst sich hinter all dem verbirgt. Wenn wir uns vor Augen führen, dass wir erwachsen sind, können wir uns Möglichkeiten überlegen, unseren Fokus (unsere Aufmerksamkeit und Energie) von diesem Menschen abzuziehen. Es ist in diesem Prozess essentiell sich die Frage zu stellen, welche Art von Menschen wir stattdessen anziehen wollen.

Die Klarheit darüber, was für uns wichtig ist und warum, wird unseren Fokus noch mehr vom lästigen, anstrengenden und schwierigen abziehen. Unser Fokus verschiebt sich über Übung in die von uns gewünschte Richtung. Wir werden Erfolge wahrnehmen, uns von uns selbst verstanden fühlen, wie von einem guten Freund und an Selbstbewusstsein und Selbstwert gewinnen.

Die schrittweise Selbstakzeptanz:


1. Nimm dich ernst und WICHTIG: Wenn wir wirklich daran interessiert sind den EIGENEN LEBENSWEG zu finden und zu gehen, sollten wir uns selbst auch wirklich erst nehmen. Wenn du aus einer ähnlichen Familie gekommen bist, wie ich, wird es dir sicherlich nicht leicht fallen deine Bedürfnisse und Wünsche nach Leichtigkeit, Entspannung, Freiheit etc. ernst zu nehmen. Aber ich möchte dich ermutigen dich wirklich selbst ernst zu nehmen. DU BIST WICHTIG!!!! (Das ist es, was wir an ehrlichen, tiefen Freundschaften genießen. Wir wollen genau das!!! Wir wollen das Gefühl haben, dass wir ernst genommen werden und wichtig sind. Damit können wir vertrauen und fühlen uns frei.) Baue eine vertrauensvolle Beziehung zu dir auf, nimm dich ernst und vertraue dir!


2. Aufmerksame Wahrnehmung: Die Zuwendung zu sich selbst in Neugier und Liebe schenkt uns die Klarheit über den IST- Zustand in uns (Frage: „Was geht jetzt grade in mir vor“?).


3. Akzeptieren: Das annehmen und anerkennen des IST in uns. „Alles das, was jetzt da ist, ist OKAY.“

Das, was da ist, ist da, weil es einen Grund dafür gibt. Sich immer wieder zu verurteilen, wird niemandem zu wirklichem Wachstum verhelfen. (Es gibt Meditationen, um mit Angst und Schmerz umzugehen. Ich empfehle Eine Meditation von Robert Betz „Frei werden von Angst“ (YouTube).) Der buddhistische Mönch Tich Nhat Hanh vergleicht unsere Gefühle mit Babys, die, wenn sie weinen und schreien, liebevoll auf den Arm der Mutter genommen werden wollen. Im warmen und liebevollen Griff der Mutter beruhigen sie sich sofort. Sich in Liebe anzunehmen bringt Ruhe und Frieden.


4. Was wollen wir stattdessen?: Durch Klarheit vom IST, und OKAY vom IST sehen wir uns selbst im Licht der Liebe. Ohne Bewertung. Jetzt grade sind wir so, wie wir sind!

Wenn wir uns ohne Bewertung ansehen, können wir neue Entscheidungen treffen. Hierfür ist wichtig zu erkennen, was sich für uns gut anfühlt.


Keiner ausser dir kann deinen Weg kennen. Du musst selbst dafür sorgen, dass diese Informationen aus deinem Inneren nach Aussen kommen können. Hauche deinen Bedürfnissen Leben ein, indem du dich traust, es überhaupt auszusprechen.

Das Thema Selbstakzeptanz betrifft alle Lebensbereiche (Familie, Beruf, Freunde, Hobby…)

Es spielt eine Rolle …

  • wenn du deinen Job scheisse findest und einen Neustart machen willst

  • wenn du dich beruflich komplett umorientieren willst

  • wenn du dein Hobby zum Beruf machen willst

  • wenn du dich selbstständig machen willst

  • wenn du eine neue Art von Beziehung führen willst

  • wenn du Beziehungen doof findest und alleine sein willst

  • wenn du Mal raus willst von Allem

  • wenn du Lust hast deine Beziehung aufzupeppen

  • wenn du auswandern willst

  • ……und vieles mehr….

Mir ist klar, dass an solchen Entscheidungen immer sehr viel dranhängt! Unsere Ängste können uns blockieren. Das Ganze ist risikobehaftet, erfordert Mut und oft Unterstützung von liebevollen Mitmenschen. Glaube mir, es gibt immer einen Weg! Wenn Du beginnst dich mit deinen Bedürfnissen ernsthaft zu beschäftigen, diese für dich auszusprechen und an andere, vertrauensvolle Menschen zu kommunizieren, wird sich deine Aufmerksamkeit (Energie) auf dein Ziel ausrichten! Du wirst bemerken, dass vieles, was deinem Ziel dienlich ist, beginnt dir leicht zuzukommen.

Hangelst du dich von einem persönlichen Ziel zum nächsten, entsteht ein Weg, der durchzogen ist von DEINEN PERSÖNLICHEN ZIELEN UND ERFOLGEN.

Das ist DEIN PERSÖNLICHER LEBENSWEG!

Bedenke, dass alles, was wir mit Liebe und Begeisterung tun, uns leicht fällt und wir viel und schnell dazu lernen. (Lies dazu auch meinen Beitrag „Warum es wichtig ist, das zu tun, was man liebt“)

Ein stetes Ausprobieren und liebevolles, achtsames Hineinfühlen ist essentiell, um seinen eigenen Lebensweg zu finden. Dazu gehört es sich selbst zu akzeptieren.

Es lohnt sich!

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